Kleinunternehmen: VMWare zu Hyper-V

By May 23, 2018

Situation

IT-Entscheidungen in Kleinunternehmen sind auch immer Entscheidungen um Standardisierung, Komplexität und interne Anforderungen versus Unternehmensgröße. Im zeitlichen Ablauf entstand so ein IT-System, das zwar die Anforderungen der 130 Benutzer erfüllt, das aber – gemessen an der Unternehmensgröße – hochgradig komplex ist. Die Folge sind hohe Anforderungen an die Kompetenz des IT-Personals und ein insgesamt ungewöhnlich hoher Bedarf an IT-Personal. Diese Aufgaben lassen sich zwar im eingespielten Team meistern, aber durch die hohe Komplexität fehlt auch zunehmend der Überblick über die Gesamt-Infrastruktur – die Integration weiterer Systeme wird erschwert und die Fehleranfälligkeit steigt somit schrittweise an.

Zentrale Aspekte waren die Client- und die Serverinfrastruktur sowie die Virtualisierung auf Basis VMware. Gerade die VMware-Umgebung war nun schon längerfristig im Einsatz und eine eingehende Betrachtung aufgrund auslaufender Supportverträge war angebracht.

Fragestellung

Die Entwicklung hin zu steigender Komplexität war der IT-Abteilung bewusst. Die IT-Leitung hatte sich bereits langfristig auf diese Situation eingestellt und Nutzerzahl sowie den Zeitpunkt abgewartet, zu dem mächtigere Werkzeuge sinnvoll sind. Also eine bewusst eingeplante Konsolidierungsphase. Folgende Fragen standen im Mittelpunkt:

  • Wie managen wir zukünftig die Client-/Server-Umgebung? (siehe hierzu Windows 7 zu Windows 10 Migration)
  • Wird die VMware-Umgebung noch benötigt? Bestehen Alternativen?
  • Können wir die Anzahl der relevanten Hersteller reduzieren?
  • Können wir Systeme ineinander konsolidieren?
  • Wie kann die Komplexität reduziert werden?

Vorgehen

Basierend auf den Migrationsanforderungen von Windows 7 bot sich Microsoft als zentraler Lieferant für eine Vielzahl bestehender Services an. Also Migration der Clients zu Windows 10, der Server zu Windows 2016/2019 und der VMware-Umgebung zu Microsoft Hyper-V. MoveIT konnte hier eindrucksvoll nachweisen, dass Hyper-V auf Basis der Windows Server 2019 Datacenter Edition im Vergleich zu VMware deutliche Vereinfachung und Reduktion der Komplexität im Management der Umgebung bringt. Dies war nachweislich auch mit deutlich geringeren Betriebskosten verbunden. Im Fokus stand hier das Core DSM Framework von MoveIT, das bereits im Client- und Server Management des Kunden zum Einsatz kam. Im Gegensatz zu VMware würde es nunmehr  möglich sein, virtuelle Hosts ohne Anwesenheit vor Ort und ohne Installations-CD zeitnah und vollautomatisch via Ivanti DSM zu installieren.

Folgerichtig übernahm MoveIT das Gesamtprojekt. Zielsetzung war die Schaffung einer homogenen Microsoft-Umgebung, die transparent via Ivanti DSM gemanaged wird. Das Core DSM Framework von MoveIT ergänzte hier passgenau die fehlenden Schnittstellen und Funktionalitäten, die erst eine transparente System Management-Umgebung ermöglichten.

Im Rahmen der Client-/Server-Migration erfolgte dann auch gleichzeitig die Migration von VMware zu Hyper-V. Innerhalb von 7 Tagen ab Auftragserteilung war der “Spuk” vorbei – die Migration aller Systeme war ohne Stillstandzeiten abgeschlossen.

Ein fast magisches Ergebnis

Betrachtet man die Laufzeit von 7 Tagen, so entstand immer wieder der Eindruck, dass eine Art “Magie” in der Luft liegt. Das zeigte auch das Ergebnis:

  1. Die Microsoft Hyper-V-Umgebung integriert sich nahtlos in Ivanti DSM. Die Bereitstellung neuer Hosts erfolgt transparent und vollautomatisch wie bei Standard-Servern.
  2. Die Anzahl der zentralen Hersteller von Infrastrukturleistungen konnte gesenkt werden.
  3. Die Bereitstellung von Hyper-V über die Datacenter Edition von Microsoft Windows schaffte deutliche Kostenvorteile. Hauptpunkt war hier der Wegfall der Betriebssystem-Lizenzkosten für virtuelle Server und Clients.
  4. Durch den umfassenden Einsatz von Ivanti DSM über alle Services konnte das IT-System hochgradig standardisiert werden.
  5. Die nahtlose Integration via Core DSM Framework in Ivanti DSM reduzierte die Komplexität der Infrastruktur drastisch.
  6. Durch den Wegfall manueller Tätigkeiten beziehungsweise dem nunmehr überflüssigen User-Input zur Installation virtueller Hosts wurde eine weitere Fehlerquelle eliminiert. Personalressourcen für Support und Betrieb werden geschont.
  7. und vieles mehr.

Ergebnis war ein umfassend konsolidiertes und standardisiertes Gesamtsystem. Die VMware-Umgebung, die zuvor den Status eines “Fremdkörpers” in der Infrastruktur hatte, war nun eine Hyper-V-Umgebung, die sich in jeder Hinsicht nahtlos und transparent in das Gesamtsystem integriert.

VMware nach Hyper-V – Migration: einfach, nahtlos und standardisiert bei deutlich geringeren Kosten. Eine typische MoveIT-Lösung.